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Unterhaltsleitlinien des Hanseatischen
Oberlandesgerichts in Bremen
(Stand:
01.07.2007)
Die Familiensenate des
Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen gehen davon aus, dass die infolge der
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 28.2.2007 noch nicht
verabschiedete Unterhaltsreform nach Überarbeitung innerhalb der nächsten Monate
beschlossen und in Kraft treten wird. Die unterhaltsrechtlichen Leitlinien
werden bei Inkrafttreten der Reform in wesentlichen Punkten abzuändern sein. Im
Hinblick darauf sehen die Familiensenate des Hanseatischen Oberlandesgerichts in
Bremen davon ab, zum 01.07.2007 neue Unterhaltsleitlinien herauszugeben, die
voraussichtlich nur Interimsleitlinien wären. Es bleibt vielmehr bis zum
Inkrafttreten der Reform bei den Leitlinien vom 01.07.2005. Jedoch ist auf
folgende Änderungen hinzuweisen:
(1) Ab 01.07.2007 wenden
die Familiensenate des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen die neue
Düsseldorfer Tabelle, Stand 01.07.2007,
sowie die dazu gehörigen Kindergeldanrechnungstabellen (Anlage zu Teil A Anm. 10
der Düsseldorfer Tabelle) an. Das gilt insbesondere auch hinsichtlich der Sätze
der 4. Altersstufe (ab Vollendung des 18. Lebensjahres), die im Hinblick auf die
Entscheidung des BGH vom 17.01.2007 (FamRZ 2007, 542)
deutlich anzuheben waren.
(2) Der notwendige
Selbstbehalt gegenüber unverheirateten minderjährigen und privilegierten
volljährigen Kindern beträgt ab 01.07.2007 bei Erwerbstätigkeit 900,- € (bisher
890,- €). Der bisherige Betrag von 890,- € wird auch dort, wo er in anderem
rechtlichen Zusammenhang in den Leitlinien vom 01.07.2005 genannt wird, durch
den Betrag von 900,- € ersetzt (betroffen sind Nr. 13.3, 18, 21.2, 21.4 und
23.2.2).
(3) Der Selbstbehalt
sowohl des Erwerbstätigen als auch des nicht Erwerbstätigen gegenüber dem
getrennt lebenden und dem geschiedenen Ehegatten beträgt – als Folge der
geänderten Rechtsprechung des BGH (FamRZ 2006, 683) - in der Regel 1.000,- €.
Darüber hinaus ist die
seit Abfassung der Leitlinien vom 01.07.2005 weiter entwickelte Rechtsprechung
des BGH zu berücksichtigen. Ihr folgen die Familiensenate des Hanseatischen
Oberlandesgerichts in Bremen insbesondere bzgl. der Kindergeldanrechnung beim
Volljährigenunterhalt (BGH, FamRZ 2006, 99 und 2007, 542; betrifft Leitlinien
Nr. 3, 14 und 23.4).
Unterhaltsleitlinien 01.07.2003 - 30.06.2005
Aus gegebenen Anlass weisen wir
daraufhin, dass es sich vorliegend um keine Internet-Seite des OLG Bremen
handelt!
Die Familiensenate des Hanseatischen Oberlandesgerichts in
Bremen verwenden die Unterhaltsrechtlichen Leitlinien als Orientierungshilfe für
den Regelfall unter Beachtung der Rechtsprechung des BGH. Sie beruhen auf für
typische Sachverhalte geltenden Erfahrungswerten und sollen zu einer möglichst
einheitlichen Rechtsprechung beitragen. Sie haben jedoch keine bindende Wirkung,
können insbesondere die Prüfung des Einzelfalles nicht ersetzen.
Das Tabellenwerk der Düsseldorfer Tabelle ist angefügt. Die Erläuterungen werden
durch die nachfolgenden Leitlinien ersetzt.
Stand:
01.07.2005:
Unterhaltsrechtlich maßgebliches Einkommen
Bei der Ermittlung und Zurechnung von Einkommen ist stets zu unterscheiden,
ob es um Verwandten- oder Ehegattenunterhalt sowie ob es um Bedarfsbemessung
einerseits oder Feststellung der Bedürftigkeit/Leistungsfähigkeit andererseits
geht. Das unterhaltsrechtliche Einkommen ist nicht immer identisch mit dem
steuerrechtlichen Einkommen.
1. Geldeinnahmen
1.1. Auszugehen ist vom Bruttoeinkommen als Summe aller Einkünfte
einschließlich Renten, Pensionen, Zulagen, Weihnachts- und Urlaubsgeld, Prämien
und Tantiemen.
1.2. Soweit Leistungen nicht monatlich anfallen (z.B. Weihnachts- und
Urlaubsgeld), werden sie auf ein Jahr umgelegt. Einmalige Zahlungen (z.B.
Abfindungen) sind auf einen angemessenen Zeitraum umzulegen.
1.3. Überstundenvergütungen werden dem Einkommen voll zugerechnet, soweit sie
berufstypisch sind und das im jeweiligen Beruf übliche Maß nicht überschreiten.
Darüber hinausgehende Einnahmen aus Überstunden oder Zusatzarbeit sind aufgrund
der Umstände des Einzelfalles (z.B. hohe Schuldenbelastung, Sicherung des
Mindestbedarfs) nach Billigkeit anzurechnen.
1.4. Ersatz für Spesen und Reisekosten sowie Auslösungen gelten in der Regel als
Einnahmen. Damit zusammenhängende Aufwendungen, vermindert um häusliche
Ersparnisse, sind jedoch abzuziehen. Bei Aufwendungspauschalen kann in der Regel
1/3 als Einkommen angesetzt werden.
1.5. Bei der Ermittlung des Einkommens eines Selbständigen ist in der Regel der
Gewinn von drei Jahren zugrunde zu legen. Privatentnahmen haben Indizcharakter
für die Feststellung der für den Lebensunterhalt tatsächlich verfügbaren Mittel.
1.6. Bei Einkommen aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Kapitalvermögen ist
der Überschuss der Bruttoeinkünfte über die anerkennungswürdigen Werbungskosten
maßgebend. Für Gebäude ist keine AfA anzusetzen.
1.7. Steuererstattungen und Rückzahlungen sind in der Regel im Kalenderjahr der
tatsächlichen Leistung zu berücksichtigen. Eine Fortschreibung für Folgejahre
setzt voraus, dass die Bemessungsgrundlagen im Wesentlichen unverändert bleiben.
1.8. Sonstige Einnahmen, z.B. Trinkgelder
2. Sozialleistungen
2.1. Arbeitslosengeld (§ 117 SGB III) und Krankengeld
2.2. Arbeitslosengeld II (nach dem SGB II) beim Verpflichteten. Beim
Berechtigten sind Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach §§ 19 ff.
SGB II kein Einkommen, es sei denn die Nichtberücksichtigung der Leistungen ist
in Ausnahmefällen treuwidrig (vgl. BGH, FamRZ 1999, 843; 2001, 619); nicht
subsidiäre Leistungen nach dem SGB II sind Einkommen.
2.3. Wohngeld, soweit es nicht erhöhte Wohnkosten deckt
2.4. BaföG-Leistungen, auch soweit sie als Darlehen gewährt werden, mit Ausnahme
von Vorausleistungen nach §§ 36, 37 BaföG.
2.5. Erziehungsgeld nur in den Ausnahmefällen des § 9 S. 2 BErzGG.
2.6. Renten wegen Minderung oder Verlust der Erwerbsfähigkeit (§§ 43 SGB VI, 56
SGB VII).
2.7. Leistungen aus der Pflegeversicherung, Blindengeld, Versorgungsrenten,
Schwerbeschädigten- und Pflegezulagen, jeweils nach Abzug des Betrages für
tatsächliche Mehraufwendungen; § 1610 a BGB ist zu beachten.
2.8. Der Anteil des an die Pflegeperson weitergeleiteten Pflegegeldes, durch den
ihre Bemühungen abgegolten werden; bei Pflegegeld aus der Pflegeversicherung
gilt dies nach Maßgabe des § 13 Abs. 6 SGB XI.
2.9. Leistungen nach §§ 41, 43 SGB XII (Grundsicherung) in der Regel beim
Verwandtenunterhalt (anders beim Ehegattenunterhalt).
2.10. Kein Einkommen ist sonstige Sozialhilfe nach SGB XII. Die
Unterhaltsforderung eines Empfängers dieser Leistungen kann in Ausnahmefällen
treuwidrig sein (BGH, FamRZ 1999, 843; 2001, 619).
2.11. Kein Einkommen sind Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz. Siehe
2.10.
3. Kindergeld
Kindergeld wird nicht als Einkommen angerechnet.
4. Geldwerte Zuwendungen
Geldwerte Zuwendungen aller Art des Arbeitgebers, z.B.
Firmenwagen, kostenlose oder verbilligte Wohnung, unentgeltliche Verpflegung,
sind Einkommen, soweit sie ggf. nach § 287 ZPO zu schätzende - entsprechende
Eigenaufwendungen ersparen.
5. Wohnwert
Der Wohnvorteil durch mietfreies Wohnen im eigenen Heim ist
als wirtschaftliche Nutzung des Vermögens wie Einkommen zu behandeln. Neben dem
Wohnwert sind auch Zahlungen nach dem Eigenheimzulagengesetz anzusetzen. Ein
Wohnvorteil liegt nur vor, soweit der Wohnwert den berücksichtigungsfähigen
Schuldendienst, erforderliche Instandsetzungskosten und die
verbrauchsunabhängigen Kosten, mit denen ein Mieter üblicherweise nicht belastet
wird, übersteigt. Auszugehen ist von der vollen Marktmiete. Ist eine
Fremdvermietung oder Veräußerung nicht möglich oder nicht zumutbar, kann
stattdessen die ersparte Miete angesetzt werden, die angesichts der
wirtschaftlichen Verhältnisse angemessen wäre. Dies kommt insbesondere für die
Zeit bis zum Ablauf des Trennungsjahres, vielfach bis zur Scheidung in Betracht,
wenn ein Ehegatte das Eigenheim allein bewohnt.
6. Haushaltsführung
Führt ein nicht voll Erwerbstätiger den Haushalt eines
leistungsfähigen Dritten, kann hierfür ein Entgelt (von je nach den Umständen
zwischen 200 EUR und 550 EUR) anzusetzen sein.
7. Einkommen aus unzumutbarer Erwerbstätigkeit
Einkommen aus unzumutbarer Erwerbstätigkeit kann nach
Billigkeit ganz oder teilweise unberücksichtigt bleiben.
8. Freiwillige Zuwendungen Dritter
Freiwillige Zuwendungen Dritter (z.B. Geldleistungen,
kostenloses Wohnen) sind in der Regel nur dann als Einkommen zu berücksichtigen,
wenn dies dem Willen des Dritten entspricht.
9. Erwerbsobliegenheit und Einkommensfiktion
9.1. Einkommen sind auch aufgrund einer unterhaltsrechtlichen Obliegenheit
erzielbare Einkünfte. Gegenüber minderjährigen und diesen gleichgestellten
volljährigen Kindern ist die Obliegenheit nach Maßgabe des § 1603 Abs. 2 BGB
gesteigert.
9.2. Bei Arbeitslosigkeit sind über eine Meldung bei der Agentur für Arbeit
hinausgehende Erwerbsbemühungen im Einzelnen darzulegen und zu belegen. Der
Hinweis auf die Arbeitsmarktlage macht den Nachweis von Bemühungen nur im
Ausnahmefall entbehrlich. Bei unzureichenden Bemühungen können fiktive Einkünfte
nach den Umständen des Einzelfalles unter Berücksichtigung von Beruf, Alter und
des zuletzt erzielten Verdienstes zugrunde gelegt werden.
9.3. Neben dem Bezug von Leistungen der Agentur für Arbeit kann die Aufnahme
einer geringfügigen Beschäftigung (§ 141 SGB III) in Betracht kommen.
9.4. Dem wiederverheirateten Elternteil obliegt es ungeachtet seiner Pflichten
aus der neuen Ehe, im Rahmen des Zumutbaren zum Unterhalt seiner
barunterhaltspflichtigen Kinder aus früherer Ehe beizutragen, ggf. durch
Aufnahme einer Teilzeitarbeit.
10. Bereinigung des Einkommens
10.1. Vom Bruttoeinkommen sind Steuern, Sozialabgaben (Beiträge für Renten-,
Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) und sonstige angemessene
Vorsorgeaufwendungen und Kammerbeiträge abzusetzen (Nettoeinkommen). Es besteht
die Obliegenheit, Steuervorteile in Anspruch zu nehmen.
10.2. Berufsbedingte Aufwendungen sind im Rahmen der Angemessenheit vom
Einkommen abzuziehen.
10.2.1. Die Berücksichtigung berufsbedingter Aufwendungen setzt eine konkrete
Darlegung des Aufwandes voraus.
10.2.2. Für notwendige Kosten der berufsbedingten Nutzung eines Kraftfahrzeugs
kann pro gefahrenen Kilometer ein Betrag entsprechend den Sätzen des § 5 Abs. 2
Nr. 2 JVEG angesetzt werden (derzeit 0,30 EUR). Damit sind in der Regel
Anschaffungskosten einschließlich Finanzierungskosten erfasst. Bei langen
Fahrtstrecken (ab ca. 60 km hin und zurück) kann nach unten abgewichen werden
(für jeden Mehrkilometer in der Regel Ansatz von 0,20 EUR).
10.2.3. Bei Auszubildenden ist ein ausbildungsbedingter Aufwand konkret
darzulegen und ggf. nach § 287 ZPO zu schätzen.
10.3. Kinderbetreuungskosten sind abzugsfähig, soweit die Betreuung durch Dritte
infolge der Berufstätigkeit erforderlich ist. Außerdem kann ein Betreuungsbonus
zu berücksichtigen sein.
10.4. Schulden (Zins und Tilgung) sind bei tatsächlicher Zahlung im Rahmen eines
vernünftigen Tilgungsplanes mit angemessenen Raten zu berücksichtigen. Es ist zu
differenzieren:
10.4.1. Beim Ehegattenunterhalt sind für die Bedarfsbemessung nur Schulden
berücksichtigungsfähig, die die ehelichen Lebensverhältnisse geprägt haben. Bei
der Prüfung der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen können zusätzlich
solche Schulden berücksichtigt werden, deren Eingehung notwendig und unabweisbar
war. Das Gleiche gilt für die Bedürftigkeit des Unterhaltsberechtigten mit
eigenem Einkommen.
10.4.2. Beim Unterhalt minderjähriger und gleichgestellter volljähriger -
privilegierter - Kinder (§ 1603 Abs. 2 S. 2 BGB) können für die Einordnung in
die Einkommensgruppen der Düsseldorfer Tabelle berücksichtigungswürdige Schulden
vom Einkommen abgesetzt werden. Hierzu ist eine Interessenabwägung vorzunehmen
(z.B. Zweck der Verbindlichkeit, Zeitpunkt und Art der Entstehung, Dringlichkeit
des Bedürfnisses, Möglichkeit der Schuldenreduzierung).
10.4.3. Bei sonstigem Verwandtenunterhalt, insbesondere dem nicht privilegierter
volljähriger Kinder, sind Schulden nach einer Interessenabwägung ggf.
abzusetzen.
10.5. Bei der Prüfung, ob Unterhaltsleistungen vorweg abzuziehen sind, ist
zwischen Bedarfsermittlung und Leistungsfähigkeit zu unterscheiden.
10.6. Vermögensbildende Aufwendungen können in angemessenem Rahmen abzugsfähig
sein.
Kindesunterhalt
11. Bemessungsgrundlage (Tabellenunterhalt)
Der Barunterhalt minderjähriger und noch im elterlichen
Haushalt lebender volljähriger unverheirateter Kinder bestimmt sich nach den
Sätzen der Düsseldorfer Tabelle (Anlage). Bei minderjährigen Kindern kann er als
Festbetrag oder als Vomhundertsatz des Regelbetrages geltend gemacht werden.
11.1. Die Tabellensätze enthalten keine Beiträge zur Kranken- und
Pflegeversicherung des Kindes. Solche zusätzlich aufzubringenden Beiträge sind
vorweg vom Einkommen des Unterhaltspflichtigen abzuziehen.
11.2. Die Unterhaltssätze sind auf den Fall zugeschnitten, dass der
Unterhaltspflichtige einem Ehegatten und zwei Kindern Unterhalt zu gewähren hat.
Bei einer größeren oder geringeren Anzahl Unterhaltsberechtigter sind in der
Regel Ab- oder Zuschläge durch Einstufung in eine niedrigere oder höhere
Einkommensgruppe vorzunehmen. Zur Eingruppierung sind die Bedarfskontrollbeträge
heranzuziehen, wenn und soweit sie unter Berücksichtigung auch des
Ehegattenunterhalts unterschritten werden.
12. Minderjährige Kinder
12.1. Die Höhe des Barbedarfs bemisst sich im Regelfall allein nach dem
Einkommen des das Kind nicht betreuenden Elternteils. Der Betreuungsunterhalt im
Sinne des § 1606 Abs. 3 S. 2 BGB entspricht wertmäßig in der Regel dem vollen
Barunterhalt.
12.2. Eigenes Einkommen des Kindes ist anteilig auf den Barunterhalt und den
Betreuungsunterhalt zu verrechnen.
12.3. Der betreuende Elternteil braucht neben dem anderen Elternteil in der
Regel keinen Barunterhalt zu leisten (§ 1606 Abs. 3 S. 2 BGB), es sei denn, sein
Einkommen übersteigt das des anderen Elternteils erheblich oder der eigene
angemessene Unterhalt des sonst allein barunterhaltspflichtigen Elternteils ist
gefährdet und der des anderen nicht (§ 1603 Abs. 2 S. 3 BGB). Sind bei
auswärtiger Unterbringung beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet,
haften sie für den Gesamtbedarf anteilig (§ 1606 Abs. 3 S.1 BGB), und zwar nach
dem Verhältnis ihrer den notwendigen Selbstbehalt übersteigenden Einkommen.
12.4. Die Tabellensätze berücksichtigen keinen Mehrbedarf oder Sonderbedarf;
dafür gilt § 1606 Abs. 3 S. 1 BGB.
13. Volljährige Kinder
13.1. Beim Bedarf volljähriger Kinder ist zwischen Kindern mit einem eigenen
Haushalt und im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils lebenden Kindern zu
unterscheiden.
13.1.1. Für im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnende volljährige
Kinder gilt die Altersstufe 4 der Düsseldorfer Tabelle. Sind beide Elternteile
leistungsfähig (vgl. Nr. 21.3.1.), ist der Bedarf des Kindes in der Regel nach
dem zusammengerechneten Einkommen (ohne Zu- und Abschläge nach Nr. 11.2.) zu
bemessen. Für die Haftungsquote gilt Nr. 13.3. Ein Elternteil hat jedoch
höchstens den Unterhalt zu leisten, der sich aus seinem Einkommen nach der
Düsseldorfer Tabelle ergibt.
13.1.2. Der angemessene Bedarf eines volljährigen Kindes mit eigenem Hausstand
beträgt in der Regel monatlich 640 EUR (darin sind Kosten für Unterkunft und
Heizung von bis zu 270 EUR enthalten). Bei außergewöhnlich guten
Einkommensverhältnissen der Eltern oder bei erhöhtem Bedarf kann hiervon
abgewichen werden. Im Betrag sind keine Beiträge zur Kranken- und
Pflegeversicherung enthalten.
13.2. Auf den Unterhaltsbedarf werden Einkünfte des Kindes, auch BaföG-Darlehen
und Ausbildungsbeihilfen - vermindert um ausbildungsbedingte Aufwendungen, vgl.
10.2.3. - angerechnet. Einkünfte aus nicht geschuldeter Erwerbstätigkeit können
nach Billigkeit ganz oder teilweise unberücksichtigt bleiben.
13.3. Ab Volljährigkeit besteht - auch für privilegierte volljährige Kinder -
grundsätzlich eine Barunterhaltspflicht beider Elternteile. Zur Ermittlung des
Haftungsanteils bei anteiliger Barunterhaltspflicht ist das bereinigte
Nettoeinkommen jedes Elternteils gemäß Nr. 10 zu ermitteln und vom Restbetrag
ein Sockelbetrag in Höhe des angemessenen Selbstbehalts von 1.100 EUR
abzuziehen. Der so ermittelte Haftungsanteil ist auf seine Angemessenheit zu
überprüfen und kann bei Vorliegen besonderer Umstände (z. B. behindertes Kind)
wertend verändert werden. Bei volljährigen privilegierten Kindern wird der
Sockelbetrag bis zum notwendigen Selbstbehalt (770 EUR/890 EUR) herabgesetzt,
wenn der Bedarf des Kindes andernfalls nicht gedeckt werden kann; § 1603 Abs. 2
S. 3 BGB ist zu beachten.
14. Verrechnung des Kindergeldes
Das Kindergeld wird nach § 1612 b BGB ausgeglichen. Zur
Verrechnung des Kindergeldes bei minderjährigen Kindern nach § 1612 b Abs. 5 BGB
siehe Verrechnungstabelle Anhang.
Ehegattenunterhalt
15. Unterhaltsbedarf
15.1. Der Unterhaltsbedarf wird bestimmt und begrenzt durch die ehelichen
Lebensverhältnisse. Diese werden in erster Linie durch das für den gesamten
Lebensunterhalt - ggf. nach Abzug des Tabellenunterhalts für minderjährige oder
des Bedarfs für volljährige Kinder - verfügbare Einkommen geprägt. Zur
Vermögensbildung verwendete Teile des Einkommens bleiben bei der
Bedarfsbemessung in der Regel unberücksichtigt. Bei Aufnahme oder Erweiterung
einer Erwerbstätigkeit des Unterhaltsberechtigten nach Trennung/ Scheidung gilt
das (Mehr-) Einkommen in der Regel als eheprägend (BGH, FamRZ 2001, 986).
15.2. Es gilt der Halbteilungsgrundsatz, Erwerbseinkünfte werden jedoch nur zu
6/7 berücksichtigt (Abzug von 1/7 Erwerbstätigenbonus vom bereinigten
Nettoeinkommen). Leistet ein Ehegatte auch Unterhalt für ein Kind und hat dies
die ehelichen Lebensverhältnisse geprägt, so wird sein Einkommen vor Ermittlung
des Erwerbstätigenbonus um diesen Unterhalt (Tabellenbetrag) bereinigt. Erbringt
der Verpflichtete sowohl Bar- als auch Betreuungsunterhalt, so gilt Nr. 10.3.
(BGH, FamRZ 2001, 350).
15.3. Bei sehr guten Einkommensverhältnissen des Verpflichteten ist der Bedarf
konkret zu berechnen.
15.4. Werden Altersvorsorgeunterhalt (zu berechnen nach der "Bremer
Tabelle"), Kranken- und Pflegeversicherungskosten vom Berechtigten
gesondert geltend gemacht oder vom Verpflichteten bezahlt, sind diese vom
Einkommen des Pflichtigen vorweg abzuziehen. Der Vorwegabzug unterbleibt, sofern
nicht verteilte Mittel zur Verfügung stehen, z.B. in Folge der Anrechnung nicht
prägenden Einkommens des Berechtigten. Vorsorgeunterhalt kann nur beansprucht
werden, wenn der Elementarunterhalt sichergestellt ist.
15.5. Trennungsbedingter Mehrbedarf kann zusätzlich berücksichtigt werden, wenn
nicht prägendes Einkommen auf den Bedarf angerechnet wird.
16. Bedürftigkeit
Nicht eheprägendes Einkommen des Berechtigten ist - ggf.
vermindert um den Erwerbstätigenbonus - auf den Unterhaltsanspruch anzurechnen.
17. Erwerbsobliegenheit
Bei nachehelichem Unterhalt besteht dann keine Verpflichtung
zu einer Erwerbstätigkeit, wenn und soweit der geschiedene Ehegatte durch
Kindesbetreuung, Krankheit oder Alter an der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit
gehindert ist.
17.1. Ob die Aufnahme oder Ausweitung einer Erwerbstätigkeit neben der Betreuung
minderjähriger Kinder zumutbar ist, ist unter Berücksichtigung aller Umstände
des Einzelfalles, insbesondere des Alters und der Zahl der Kinder, des Umfangs
einer vor Trennung ausgeübten Erwerbstätigkeit und der Möglichkeiten der
Kinderbetreuung, zu beurteilen. Bei Betreuung minderjähriger Kinder besteht in
der Regel eine Erwerbsobliegenheit des berechtigt betreuenden Ehegatten erst,
wenn das jüngste Kind in die dritte Grundschulklasse kommt. Ab Beginn der
dritten Grundschulklasse bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres des jüngsten
Kindes besteht in der Regel eine Obliegenheit zur teilweisen, danach zur vollen
Erwerbstätigkeit.
17.2. Im ersten Jahr nach der Trennung besteht für den
Berechtigten in der Regel keine Obliegenheit zur Aufnahme oder Ausweitung einer
Tätigkeit.
Weitere Unterhaltsansprüche
18. Ansprüche nach § 1615 l BGB
Der Bedarf nach § 1615 l BGB bemisst sich nach der
Lebensstellung des betreuenden Elternteils und beträgt mindestens 770 EUR, bei
Erwerbstätigkeit 890 EUR. Vgl. im Übrigen BGH, FamRZ 2005, 442. Wegen des
Selbstbehalts vgl. 21.3.2.
19. Elternunterhalt
Der Bedarf ist konkret dazulegen. Leistungen nach §§ 41, 43
SGB XII (Grundsicherung) sind anzurechnen (vgl. Nr. 2.9.). Wegen des
Selbstbehalts vgl. 21.3.3.
20. Lebenspartnerschaft
Bei Getrenntleben oder Aufhebung der Lebenspartnerschaft
gelten §§ 12, 16 LPartG.
Leistungsfähigkeit und Mangelfall
21. Selbstbehalt des Verpflichteten
21.1. Dem Unterhaltspflichtigen muss nach Abzug der Unterhaltsansprüche von
seinem Einkommen der sog. Selbstbehalt verbleiben.
21.2. Für Eltern gegenüber minderjährigen und privilegierten volljährigen
Kindern gilt im Allgemeinen der notwendige Selbstbehalt als unterste Grenze. Er
beträgt bei nicht Erwerbstätigen 770 EUR, bei Erwerbstätigen 890 EUR. Hierin
sind Kosten des Wohnbedarfs (Warmmiete, d.h. Miete einschließlich umlagefähiger
Nebenkosten und Heizung) in Höhe von 360 EUR enthalten.
21.3. Beim Verwandtenunterhalt gilt im Übrigen der angemessene Selbstbehalt.
21.3.1. Er beträgt gegenüber volljährigen Kindern und Enkeln 1.100 EUR. Darin
sind Kosten des Wohnbedarfs in Höhe von 450 EUR enthalten.
21.3.2. Gegenüber der Mutter/dem Vater nichtehelicher Kinder beträgt er in der
Regel 1.000 EUR. Vgl. im Übrigen BGH, FamRZ 2005, 354.
21.3.3. Gegenüber Eltern beträgt der Selbstbehalt mindestens 1.400 EUR, wobei
die Hälfte des diesen Mindestbetrag übersteigenden Einkommens zusätzlich
anrechnungsfrei bleibt. Hierin sind Kosten des Wohnbedarfs in Höhe von 450 EUR
enthalten.
21.4. Der Selbstbehalt gegenüber getrennt lebenden Ehegatten entspricht dem
gegenüber minderjährigen und privilegierten volljährigen Kindern (nicht
Erwerbstätige: 770 EUR; Erwerbstätige: 890 EUR). Gegenüber geschiedenen
Ehegatten richtet sich der Selbstbehalt des Verpflichteten nach den ehelichen
Lebensverhältnissen, wobei der sich daraus ergebende Betrag ggf. nach
Billigkeitsgesichtspunkten zu kürzen ist (§ 1581 BGB). Er ist nicht identisch
mit dem angemessenen Selbstbehalt, der gegenüber nicht privilegierten
volljährigen Kindern gilt. Er entspricht mindestens dem im vorstehenden Absatz
genannten notwendigen Selbstbehalt.
21.5. Der Selbstbehalt kann im Einzelfall angemessen abgesenkt oder erhöht
werden.
22. Bedarf des mit dem Pflichtigen zusammenlebenden Ehegatten
22.1. Bei Unterhaltsansprüchen minderjähriger und privilegierter
volljähriger Kinder werden für den in Haushaltsgemeinschaft mit dem
Unterhaltspflichtigen lebenden Ehegatten in der Regel 560 Euro und, wenn dieser
erwerbstätig ist, in der Regel 650 EUR angesetzt.
22.2. Bei Unterhaltsansprüchen von volljährigen Kindern, Enkeln und bei
Ansprüchen nach § 1615 l Abs. 1 und 2 BGB werden für den in Hausgemeinschaft mit
dem Unterhaltspflichtigen lebenden Ehegatten in der Regel 800 EUR angesetzt.
22.3. Bei Unterhaltsansprüchen von Eltern werden für den in Hausgemeinschaft mit
dem Unterhaltspflichtigen lebenden Ehegatten mindestens 1.050 EUR angesetzt. Im
Familienbedarf von 2.450 EUR (1.400 + 1.050 EUR) sind Kosten des Wohnbedarfs in
Höhe von 800 EUR enthalten.
23. Mangelfall
23.1. Reicht das Einkommen zur Deckung des Bedarfs aller erstrangigen
Unterhaltsberechtigten und zur Deckung des Selbstbehalts nicht aus, ist der nach
Abzug des Eigenbedarfs des Unterhaltsverpflichteten verbleibende Betrag auf die
Unterhaltsberechtigten im Verhältnis ihrer jeweiligen Einsatzbeträge zu
verteilen.
23.2. Die Einsatzbeträge belaufen sich
23.2.1. für minderjährige und privilegierte volljährige Kinder auf die Sätze der
Gruppe 6 der Düsseldorfer Tabelle,
23.2.2. für getrenntlebende und geschiedene Ehegatten auf 770 Euro bei nicht
Erwerbstätigen und auf 890 Euro bei Erwerbstätigen,
23.2.3. für mit dem Verpflichteten zusammenlebende Ehegatten auf 560 Euro/650
Euro, vgl. 22.1. Vgl. im Übrigen zu allem BGH, FamRZ 2003, 363 ff.
23.3. Die Ansprüche aller gleichrangigen Unterhaltsberechtigten sind im
Verhältnis zur Verteilungsmasse nach der Formel: K = V : S x 100 zu kürzen: K =
prozentuale Kürzung V = Verteilungsmasse (Einkommen des Verpflichteten abzüglich
Selbstbehalt) S = Summe der Einsatzbeträge aller Berechtigten
23.4. Für die Kindergeldverrechnung gilt § 1612 b BGB.
23.5. Das im Rahmen der Mangelfallberechnung gewonnene Ergebnis ist auf seine
Angemessenheit zu überprüfen.
Sonstiges
24. Rundung
Der Unterhaltsbetrag ist auf volle Euro aufzurunden.
25. Ost-West-Fälle
Bei sog. Ost-West-Fällen richtet sich der Bedarf des Kindes
nach der für seinen Wohnsitz geltenden Unterhaltstabelle, der Selbstbehalt des
Pflichtigen nach den an seinem Wohnsitz geltenden Selbstbehaltsätzen.
Anhang 1
A.
Kindesunterhalt
|
|
Nettoeinkommen
des Barunterhaltspflichtigen |
Altersstufen in Jahren
(§ 1612 a Abs. 3 BGB) |
Vomhundertsatz
(Anm. 6) |
Bedarfskontrollbetrag |
|
(Anm. 3,4) |
|
|
|
|
0 - 5 |
6 - 11 |
12 - 17 |
ab 18 |
|
|
|
Alle Beträge in Euro (€) |
|
1. |
bis 1.300 |
204 |
247 |
291 |
335 |
100 |
770/890 |
|
2. |
1.300 – 1.500 |
219 |
265 |
312 |
359 |
107 |
950 |
|
3. |
1.500 – 1.700 |
233 |
282 |
332 |
373 |
114 |
950 |
|
4. |
1.700 – 1.900 |
247 |
299 |
353 |
406 |
121 |
1.050 |
|
5. |
1.900 – 2.100 |
262 |
317 |
373 |
429 |
128 |
1.100 |
|
6. |
2.100 – 2.300 |
276 |
334 |
393 |
453 |
135 |
1.150 |
|
7. |
2.300 – 2.500 |
290 |
351 |
414 |
476 |
142 |
1.200 |
|
8. |
2.500 – 2.800 |
306 |
371 |
437 |
503 |
150 |
1.250 |
|
9. |
2.800 – 3.200 |
327 |
396 |
466 |
536 |
160 |
1.350 |
|
10. |
3.200 – 3.600 |
347 |
420 |
495 |
570 |
170 |
1.450 |
|
11. |
3.600 – 4.000 |
368 |
445 |
524 |
603 |
180 |
1.550 |
|
12. |
4.000 – 4.400 |
388 |
470 |
553 |
637 |
190 |
1.650 |
|
13. |
4.400 – 4.800 |
408 |
494 |
582 |
670 |
200 |
1.750 |
|
|
über 4.800 |
nach den Umständen des Falles |
|
B. Kindergeldanrechnung nach § 1612 b Abs. 5 BGB
1)
Anrechnung des (hälftigen) Kindergeldes für das 1. bis 3. Kind von je 77 EURO
|
Einkommensgruppe |
0-5 Jahre |
6-11 Jahre |
12-17 Jahre |
|
1 =100% |
204-5 = 199 |
247-0= 247 |
291-0 = 291 |
|
2 = 107% |
219-20 = 199 |
265 - 8 = 257 |
312-0 = 312 |
|
3 = 114% |
233-34 = 199 |
282 - 25 = 257 |
332-16 = 316 |
|
4 = 121 % |
247-48 = 199 |
299 - 42 = 257 |
353-37 = 316 |
|
5 = 128% |
262-63 = 199 |
317-60 = 257 |
373-57 = 316 |
|
6 = 135% |
276-77 = 199 |
334 - 77 = 257 |
393-77 = 316 |
2)
Anrechnung des (hälftigen) Kindergeldes für das 4. Kind und jedes weitere Kind
von je 89,50 EURO
|
Einkommensgruppe |
0-5 Jahre |
6-11 Jahre |
12-17 Jahre |
|
1 =100% |
204-17,50 = 186,50 |
247 - 2,50 = 244,50 |
291 - 0 = 291 |
|
2 = 107% |
219-32,50 = 186,50 |
265 - 20,50 = 244,50 |
312-8,50 = 303,50 |
|
3 = 114% |
233-46,50 = 186,50 |
282 - 37,50 = 244,50 |
332 - 28,50 = 303,50 |
|
4 = 121 % |
247-60,50 = 186,50 |
299 - 54,50 = 244,50 |
353 - 49,50 = 303,50 |
|
5 = 128% |
262-75,50 = 186,50 |
317-72,50 = 244,50 |
373 - 69,50 = 303,50 |
|
6 = 135% |
276-89,50 = 186,50 |
334 - 89,50 = 244,50 |
393 - 89,50 = 303,50 |
Das anzurechnende Kindergeld kann auch nach folgender Formel berechnet werden:
Anrechnungsbetrag = 1/2 des Kindergeldes + Richtsatz der jeweiligen
Einkommensgruppe -Richtsatz der 6. Einkommensgruppe (135% des Regelbetrages).
Bei einem Negativsaldo entfällt die Anrechnung. Ab Einkommensgruppe 6 wird stets
das Kindergeld zur Hälfte auf den sich aus der Tabelle ergebenden Unterhalt
angerechnet (§ 1612 b Abs. 1 BGB).
Selbstbehaltsätze
|
|
|
bei mangelnder Erwerbstätigkeit |
bei Erwerbstätigkeit |
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1. |
notwendiger Selbstbehalt gegenüber unverheirateten minderjährigen und
privilegierten volljährigen Kindern sowie getrenntlebenden Ehegatten |
770,00 |
890,00 |
|
2. |
angemessener Selbstbehalt gegenüber sonstigen volljährigen Kindern,
Enkeln und Mutter/Vater eines nichtehelichen Kindes i.d.R. |
1.100,00 1.000,00 |
1.100,00 1.000,00 |
|
3. |
Selbstbehalt gegenüber geschiedenen Ehegatten |
vgl. Leitlinien Ziffer 21.4. |
vgl. Leitlinien Ziffer 21.4. |
|
4. |
Selbstbehalt gegenüber Eltern |
mindestens 1.400 EUR vgl. im Übrigen Leitlinien Ziff. 21.3.3. |
mindestens 1.400 EUR vgl. im Übrigen Leitlinien Ziff. 21.3.3. |
|
5. |
Selbstbehalt für mit dem Unterhaltsverpflichteten zusammenlebenden neuen
Ehegatten |
vgl. Leitlinien Ziffer 22. |
vgl. Leitlinien Ziffer 22. |
|